Landschaftsfotograf Fabian Zocher im Interview

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Wer bist du und was fotografierst du am liebsten?

Ich bin Fabian, 23 Jahre alt und komme aus dem schönen Allgäu. Durch meine enge Verbundenheit zur Allgäuer Landschaft und vor allem zu den Bergen, fotografiere ich natürlich am liebsten draußen in der Natur. Ob kristallklare Bergseen, einsame Gipfel oder wunderschöne Schlösser, das Allgäu bietet einfach alles was ein Landschaftsfotograf braucht.

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Fasziniert von der beindruckenden Landschaft sowie den atemberaubenden Polarlichtern über dem winterlichen Himmel Islands bin ich zur Fotografie gekommen. Um ein Bild von den Nordlichtern mit nach Hause zu bringen, habe ich mir zuvor meine erste Kamera gekauft.

Das Reisen hat schon immer einen großen Teil in meinem Leben eingenommen, doch während ich zuvor nur „gewöhnliche“ Handybilder knipste, veränderte sich meine Art zu Reisen seit Island doch sehr. Mittagssonne und blauer Himmel sind seitdem tabu für mich. Meine Zeit beginnt schon vor Sonnenaufgang und endet oft tief in der Nacht. Auch schlechtes Wetter erfreut den Fotografengeist in mir.

Welches ist dein persönliches Lieblingsfoto und warum?

Nachdem ich anfangs keines meiner Bilder richtig mochte, wurde das von Zeit zu Zeit immer besser. Inzwischen gefallen mir schon die ein oder anderen Bilder sehr gut. Mich hier für ein Lieblingsfoto zu entscheiden ist mir nicht leicht gefallen. Aber letztendlich glaube ich, dass es das Bild vom Matterhorn ist. Gar nicht unbedingt weil es mit Abstand das beste Foto ist, oftmals sind es eher die Erinnerungen an die Entstehung der Bilder. So auch bei diesem Bild.

An einem Augustmorgen machten meine Freundin und ich uns von Zermatt aus bereits Nachts um 1 Uhr auf den Weg hoch zum Riffelsee. Nach langen Stunden des Aufstieges in absoluter Dunkelheit kamen wir letztendlich ca. 1 Stunde vor Sonnenaufgang am gewünschten Punkt an. Im August kam natürlich niemand von uns auf die Idee, dass es auf 2.232 Meter um diese Uhrzeit keine sommerlichen Temperaturen haben könnte. So mussten wir nur mit einem Pulli bekleidet noch eine Stunde bei -2 Grad ausharren.
Doch im Moment als sich die Spitze des Matterhorns rot färbte und dann auch noch perfekt im See spiegelte, waren all die Strapazen der letzten Stunden vergessen. Wie wild wurde losgelegt, von Kälte keine Spur mehr.

Momente wie diesen werde ich wohl nie mehr vergessen.

Welcher Tipp hat dich fotografisch weiter gebracht?

Ohne jetzt schleimen zu wollen war dies wohl tatsächlich ein Zitat von Benjamin Jaworskyj: „Wer Bilder will, die sonst keiner hat, muss Dinge tun, die sonst keiner tut.“

Nachdem meinen Bildern anfangs oft das gewisse Etwas fehlte, änderte sich mit dieser Einstellung doch einiges. Nicht zuletzt aufgrund dieses Spruches, kann ich mich erst überwinden Touren, wie die hoch zum Riffelsee, überhaupt zu starten.

Das richtige Licht ändert einfach alles. Der Ort kann noch so schön sein, ohne passendes Licht wird dein Bild nur die wenigsten Leute beeindrucken.

Welche Kamera und welches Objektiv nutzt du am häufigsten?

Mittlerweile besitze ich bereits meine dritte Kamera. Letztere (Sony A7R III) ist auch die Kamera, die ich jetzt meistens mit dabei habe. Überzeugt hat mich, im Vergleich zu den Vorgängermodellen vor allem der wesentlich leistungsstärkere Akku.

In Kombination mit dem Sigma 35 F1.4 entstehen aktuell die meisten meiner Landschaftsbilder. 35mm sind vielleicht nicht ganz typisch für die Landschaftsfotografie, aber im Moment bin ich einfach in den Bildlook des Objektives verliebt.

Was magst du an deiner Haukland?

Als erstes natürlich die genialen Farben (rot & gelb), so kann ich meine Freundin stets optimal in meine Bilder mit einbeziehen. Ich liebe einfach den Kontrast der Jacken zur Landschaft. Allein wegen der Farben besitze ich die Haukland dann aber natürlich doch nicht.

Noch wichtiger sind für mich die ganzen Extras der Jacke geworden. Wer kann schon behaupten einen, bzw. in Kombination mit dem Fleece und der Steppjacke, gleich mehrere kleine Fotorucksäcke integriert in seiner Jacke zu haben. Endlich hat das Suchen von Akkus und Speicherkarten ein Ende

Hast du einen „fotografischen Traum“ oder Ziele für die nächsten Monate/Jahre?

Zum einen möchte ich natürlich nochmal Polarlichter aufnehmen. Durch die magischen Nordlichter bin ich ja zur Fotografie gekommen. Inzwischen bin ich mir aber sicher, dass ich wesentlich mehr aus den Bildern rausholen könnte. Ich bin mir auch sicher, dass ich hierzu in den nächsten Jahren nochmal die Chance bekomme.

Ein weiterer großes Vorhaben, die Mongolei, geht ja dieses Jahr hoffentlich noch in Erfüllung.

Mein ganz großer Traum ist es aber, einmal Eisbären auf Spitzbergen zu fotografieren. Warum Eisbären und warum Spitzbergen? Um ehrlich zu sein, so ganz genau weiß ich es gar nicht… Eisbären haben mich schon seit meiner Kindheit fasziniert. Schon echt beeindruckende Tiere. Spitzbergen? Umso außergewöhnlicher umso besser. Und viel nördlicher geht es auf unserem Planeten dann einfach nicht mehr. Der Norden lässt mich seit Island wohl einfach nicht mehr los.

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