Fantasy-Portrait Fotografin Natalia Le Fay im Interview

Wer bist du und was fotografierst du am liebsten?

Mein Name ist Natalia Le Fay und ich bin Künstlerin und seid etwa 3,5 Jahren auch zu 100% Selbstständig mit meiner Leidenschaft. Ich habe mich auf die inszenierte Porträt-Fotografie spezialisiert. Ich liebe mystische und romantische Aufnahmen von Menschen in außergewöhnlichen Outfits an besonderen Orten oder mit Tieren.

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Mein Vater hatte damals eine Canon Kamera, die ich das erste Mal mit 4 Jahren in den Händen halten durfte. Ich war absolut fasziniert davon und habe im Laufe meiner Jugend immer wieder freizeitmäßig fotografiert, damals noch ausschließlich Landschaften und Detailfotos. Während meines Studiums (Asienwissenschaften) in 2007 habe ich mir von meinem ersten Geld auf Raten meine erste Spiegelreflex Kamera gekauft. Ich wollte die Ideen, die ich in meinem Kopf hatte, endlich richtig umsetzen und das erste Mal auch andere Menschen fotografieren. Seitdem ist meine Leidenschaft für die Fotografie vollends entfacht.

Welches ist dein persönliches Lieblingsfoto und warum?

Bei weit über 1000 Fotos ist das eine unmöglich zu beantwortende Frage. Wie viele Künstler schwankt meine Begeisterung für meine Werke von „Das ist mein bestes Werk“ zu „Was habe ich mir bloß dabei gedacht?“.

Aber es gibt schon einige Serien und Motive, die, Jahre später, immer noch zu meinen Favoriten gehören. Zum Beispiel meine Naiad oder Back to the Bones Serie. Bei diesen beiden Reihen habe ich mir im Vorfeld viele Gedanken vorab zum Shooting gemacht, Geschichten geschrieben und Posen überlegt. Es sind beides eher melancholische Serien, die aber meinen Gefühlszustand perfekt beschrieben, da ich damals eine schwere Zeit durchmachen musste.

Diese Serien erinnern mich daran, zeigen mir aber auch, wie stark ich war, und machen mich stolz, dass ich trotz meiner geringen Mittel zwei Konzepte umsetzen konnte, die mir auch heute noch sehr gefallen. Und sie markieren für mich auch den Beginn meines Stils.

Welcher Tipp hat dich fotografisch weiter gebracht?

Ich kann mich an keinen besonderen Tipp erinnern, dafür umso mehr an folgende Aussagen: „Was bringt es dir und kann man davon leben? Das ist doch gar keine Fotografie, alles nur Photoshop!“

So abwegig es erscheint – aber die negativen Kommentare haben mich damals am meisten angetrieben. Ich wollte unbedingt beweisen, dass man mit dem was man liebt, andere Menschen erreichen kann und auch davon leben kann. So verletzend die Bemerkungen waren, umso stärker machten sie mich und spornten mich an, hochwertig inszenierte Werke zu erschaffen.

Bei meinen Werken ist sowohl Photoshop, aber auch schon das am Ort fotografieren gleichermaßen wichtig. Wenn ein Foto Out of Cam nicht gut ist, kann ich es nicht in Photoshop „retten“. Beides gleichermaßen gut zu beherrschen war für mich die Herausforderung und an dieser bin ich immer weiter gewachsen, wenn ich Kritik oder negative Kommentare erhielt.

Welche Kamera und welches Objektiv nutzt du am häufigsten?

Aktuell noch die Canon 5D Mark III und am liebsten mag ich zurzeit das 135mm F/2L.

Was magst du an deiner Haukland?

Dass diese aus 3 Jacken besteht! Ich bin eine absolute Frostbeule, aber beim Shooting selber wird mir oft warm und dann bin ich froh, dass ich ganz schnell eine der Jacken ausziehen kann. Zudem sind die Taschen großartig, da ich dort meine Akkus und anderen Objektive lagern kann, so muss ich nicht immer an meinen Kamerarucksack.
Die Jacken sind zudem super bequem und auch noch wasserabweisend, was ebenfalls praktisch ist, da ich des Öfteren bei Regenwetter fotografiere.

Hast du einen „fotografischen Traum“ oder Ziele für die nächsten Monate/Jahre?

Auf jeden Fall zu allererst mein erstes Buch fertig bekommen. An diesem sitze ich schon seit einigen Jahren und ich freue mich, wenn ich es endlich in den Händen halten kann.
In dem Buch wird es um die Fantasy Fotografie gehen und die Texte sind auch soweit schon alle fertig, jetzt fehlen nur noch die Fotos. Das ist aber bei der Größe meines Portfolios tatsächlich doch eine größere Herausforderung als gedacht.

Ein anderer Wunsch von mir ist es, irgendwann vor vielen Menschen über Fotografie reden zu können, sei es auf einer Foto-Messe oder einer anderen Veranstaltung. Ich habe tatsächlich Angst vor Menschenmengen zu reden, aber es ist unglaublich wichtig, sich seinen Ängsten zu stellen. Und ich bin sicher, dass, wenn ich diese Herausforderung meistere, ich wieder ein Stück mehr über mich gewachsen bin.

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