Landschaftsfotograf Lukas Voegelin im Interview

Wer bist du und was fotografierst du am liebsten?

Mein Name ist Lukas, ich bin 36 Jahre jung und befasse mich hauptberuflich mit dem Thema Landschaftsfotografie. Dies unter anderem im Zusammenhang als Coach für Benjamin Jaworskyj bei Workshops und Fotoreisen oder eigenen Projekten. Reportagefotografie ist ebenfalls ein Fachgebiet, welches mich begleitet.

Mein Schwerpunkt liegt jedoch auf der Landschaftsfotografie und dem Thema “Norden”. Dort wo es rauh ist, zieht es mich hin.

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Meine erste Kamera bekam ich von meiner Großmutter. Im Jahre 2006 bereiste ich - größtenteils alleine - ein halbes Jahr den südamerikanischen Kontinent und fotografierte mit meiner Fuji täglich die verschiedensten Momente.

Viele Jahre später entdeckte ich als Besucher einer Fotoausstellung in Basel das Fotografieren wieder neu. Dieser Impuls ließ mich meine verstaubte Kamera vom Speicher holen. Jede freie Minute und jeden freien Tag verbrachte ich mit der Thematik und sog alles auf wie ein Schwamm. Der Fotografie-Virus hatte mich zu 100% gepackt und veränderte unerwartet auch mein gesamtes Leben vom privaten bis zum beruflichen Bereich!

Welches ist dein persönliches Lieblingsfoto und warum?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich verbinde mit so manchem Bild eine starke Emotion oder sehe darin einen Wendepunkt meines Lebens.

An den Moment dieses Bildes (oben rechts) aus der Bretagne erinnere ich mich jedoch sehr gerne. Mehrere Stunden verbrachte ich an diesem Spot bevor das Licht passte. Ich sehe mich noch heute an der Location auf und ab gehen. Die Kamera in der Hand und durch den Sucher blickend. Es sollte der richtige Blickwinkel zum besten Zeitpunkt sein. Jedoch nicht wissend, ob der Plan überhaupt aufgeht oder nicht.
Das Warten hat sich bezahlt gemacht und die Verbindung von Licht, Farben, Leuchtturm und dem Meer waren atemberaubend! Für mich hat das Bild etwas majestätisches und strahlt gleichzeitig eine große Ruhe aus.

Welcher Tipp hat dich fotografisch weiter gebracht?

Nah ran zu gehen und damit eine Perspektive zu finden, welche nicht alltäglich ist. Wie oft kassierte ich nasse Füsse - ich kann es gar nicht mehr zählen. Meine Arbeitshosen als Fotograf - immer leicht oder mittelschwer schmutzig. Doch es lohnt sich beim Fotografieren mit einem Weitwinkelobjektiv, denn ein naher Blickwinkel lässt Objekte im Bild größer und eindrucksvoller erscheinen. Bei Motiven am Meer kann ich so beispielsweise der Bewegung des Wassers die volle Aufmerksamkeit im Bild zukommen lassen. Das bedeutet oft, eine bodennahe Ausgangsposition zu wählen oder auch mal barfuß in einen Fluss zu steigen.
Wichtig dabei: Auf keinen Fall sollten für ein Bild Grenzen überschritten werden, welche unnötige Risiken mit sich ziehen.

Welche Kamera und welches Objektiv nutzt du am häufigsten?

Ich arbeite mit verschiedensten Kameras und Objektiven. Meine Arbeitspferde sind aktuell folgende: Eine Sony a7rII mit dem Sony 16-35 f4 und eine Sony a7III mit dem Sony 70-200 f4.

Ich schätze die Zuverlässigkeit und Kompaktheit meiner Kameras. Das gilt auch für die Objektive, welche mit der durchgehenden Blende den Landschaftsbereich ideal abdecken und saubere Resultate liefern. Durch die Taktik mit zwei Body/Objektiv-Kombinationen kann ich sehr schnell auf plötzliche Motiv- oder Lichtwechsel reagieren.

Was magst du an deiner Haukland?

Die Funktionalität und die variablen Möglichkeiten sind ein großer Vorteil der Haukland Bekleidung. Neben dem Kombinieren der verschiedenen Jacken untereinander finde ich die Möglichkeit der Innentaschen sehr gut gelöst. Bei kalten Temperaturen kann ich so die Kameraakkus warm halten und verringere das Risiko, dass sich diese durch die Kälte entladen. Mein absoluter Favorit ist die Fleecejacke, welche super warm und angenehm zu tragen ist.

Hast du einen „fotografischen Traum“ oder Ziele für die nächsten Monate/Jahre?

Da gibt es verschiedenste Ziele welche mich reizen. Doch Grönland steht schon sehr weit oben auf meiner Liste! Die unwirkliche und abgeschiedene Landschaft interessiert mich genauso wie die Menschen, welche in dieser Region leben. Also eine Mischung aus Reportage- und Landschaftsfotografie, welche mich zu diesem Thema zieht.

Alaska und Spitzbergen sind weitere Destinationen, welche ich ansteuern möchte, um Bären und die Natur abzulichten. Es bleibt spannend und ich freue mich auf neue Ziele und Herausforderungen.

Alle Infos zum Ambassador Programm findest du hier:


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