Reise- und Landschaftsfotograf Michael Paramonti im Interview

Wer bist du und was fotografierst du am liebsten?

Ich bin Michael und ich stelle mich seit Jahren regelmäßig nationalen und internationalen Fotowettbewerben im Bereich Reise und Landschaft.
Dabei bin ich auf der Suche nach mystischen Szenen aus Licht und Nebel, daher ist auch der Herbst meine Lieblingssaison. Die passenden Wetterbedingungen habe ich aber auch direkt vor meiner Haustüre. Ein Dschungel, der aus Tannen besteht und von vielen Burgen umringt ist - der wilde Black Forest.

Zusätzlich treibt mich eine unendliche Neugier auf unterschiedliche Kulturen und Landschaften immer wieder zu neuen Reisen oder Abenteuern rund um den Globus an. Besonders fasziniert bin ich von Süd-Ost Asien, vor allem Myanmar zieht mich immer wieder magisch an. Ich habe dort faszinierende Begegnungen mit den buddhistischen Mönchen erlebt, die Schwefelhölle Javas dokumentiert oder die Vulkanlandschaft auf Java, aber auch die Nordländer haben mich in ihren Bann gezogen.

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Bereits während meiner Kindheit war keine Kamera vor mir sicher und so führte mich die Faszination für die Fotografie zunächst an die Albrecht-Dürer-Schule für Kunst- und Mediendesign in Düsseldorf.

Danach hatte ich eine etwas längere Pause und meine Leidenschaft wurde durch einige Reisen und verschiedene Outdoor-Aktivitäten neu entfacht. So habe ich langsam wieder angefangen und mir über verschiedene Workshops oder Tutorials immer wieder neue Impulse gesucht.

Habe ich übrigens einmal meine Kamera in der Hand, vergesse ich jegliches Zeitgefühl und schaffe es sogar mitten in der Nacht oder am frühen Morgen zur nächsten spannenden Situation aufzubrechen – was sonst eher untypisch für mich ist.

Welches ist dein persönliches Lieblingsfoto und warum?

Das ist bei einem Lightroom-Katalog von ca. 30.000 Fotos eine schwierige Frage und die Antwort ist ständig im Wandel. Ich habe das Gefühl, dass sich das immer wieder mit neuen Eindrücken und Bildern verändert. Zu meinen aktuellen Favoriten zählt der Fischer zur blauen Stunde in China, die Eishöhlen auf Island und der Ellbachsee im Morgennebel.

Welcher Tipp hat dich fotografisch weiter gebracht?

Nicht so viel Wert auf das technische Equipment zu legen und den Hype um noch mehr Megapixel an sich vorbeiziehen zu lassen und dabei das ständige theoretische Technikfachgesimpel und Pixelgepiepe in Foren zu ignorieren – geh lieber raus und fotografiere. Das macht einen besser - nicht die neueste Kamera oder das „beste“ Objektiv. Das war auch für mich ein längerer Weg der Einsicht 😉

Weiterhin hat mich persönlich weitergebracht, sich Zeit zu nehmen, auf Details in der Umgebung zu achten und vor allem genug Zeit in die Planung und Vorbereitung zu investieren.

Welche Kamera und welches Objektiv nutzt du am häufigsten?

Nachdem ich mit Fuji und Sony gearbeitet habe, bin ich zurück zu Nikon und bin aktuell mit der Nikon Z 6II unterwegs. Am häufigsten verwende ich das Nikon Z 14-30mm f4 und den Allrounder Z 24-120 f4.

Was magst du an deiner Haukland?

Für mich die perfekte Allwetter Outdoorjacke für Fotografen und je nach Layer zu nahezu jeder Jahreszeit einsetzbar. Außerdem mag ich den Parka-Look.

Ich war damit bei -15 Grad unterwegs und konnte damit meine Kamera- oder Drohnenakkus warm halten oder meinen Fernauslöser griffbereit einpacken. Auf meiner letzten Islandtour hatte ich viel Regen und stürmischen Wind, aber beides hat die Jacke extrem gut abgehalten. Praktischerweise habe ich dabei auch ständig ein Putztuch für meine Objektive gebraucht, das im Ärmel der Jacke mit Clip befestigt ist, sonst würden jetzt noch meine Putztücher durch Island fliegen.

Dazu kommen die Farben, die sich sehr gut in Landschaftsfotos einbauen lassen.

Hast du einen „fotografischen Traum“ oder Ziele für die nächsten Monate/Jahre?

Wenn sich die Lage in Myanmar hoffentlich wieder einigermaßen beruhigt hat, möchte ich zum vierten Mal dort hin, auch weil ich dort mittlerweile einige persönliche Kontakte habe. Außerdem steht noch eine Nepaltour aus, die durch die Pandemie verschoben wurde.

Vom Südosten zieht es mich auch in den Norden, zu den Nordlichtern nach Island, auf die Lofoten oder die Färöer Inseln.


Füge einen Kommentar hinzu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert